Ein See, so groß wie die Hamburger Binnenalster, interessante Freizeiteinrichtungen, attraktive Wohnbebauung am Wasser sowie qualitätsvolle Flächen für Dienstleister beinhaltet der visionäre Plan des "Phoenix-Projektes", mit dem das Hörder Industrieareal Phoenix-Ost entwickelt werden soll.
Auf der Industriefläche, die heute Standort der "Hörder Fackel" ist, könnte ein rund 30 Hektar großer See entstehen. An dessen Ufern, eingebettet in viel Grün, wäre auf weiteren 23 Hektar Fläche Platz für rund 2.500 hochwertige Wohneinheiten. Yachthafen, Seebühne, Vergnügungsinseln, Promenade, Gastronomie - all das ist östlich des Hörder Zentrums angedacht. Das würde ebenso wie der Westfalenpark über eine grüne Achse an den neuen "Hafenplatz" und den "Phönixsee" angeschlossen. Im Abschlussbericht mehrerer Gutachter zur Machbarkeit dieser Pläne gibt es ein eindeutiges Ergebnis: "Der Phoenix-See ist aufgrund der Untersuchungen aus technischer Sicht realisierbar."
Finanzierungsmodelle wurden gutachterlich nicht vorgeschlagen, werden aber von der Verwaltungsspitze bis zum Frühsommer erarbeitet. Wasser, um den See zu speisen, sei ausreichend vorhanden durch das vorhandene Grundwasser, durch die Emscher und den Hörder Bach. 3 Millionen Kubikmeter Boden müssten für den See ausgebaggert werden. Die Gutachter schlagen vor, 1,3 Mio. Kubikmeter für die Geländemodellierung auf Phoenix-Ost zu verwerten. Dazu müssten aber jene Flächen, die um den See herum verlaufen, auf das gleiche Niveau gebracht werden wie die umlaufenden Straßen. Die zu errichtenden Gebäude könnten daher terrassenartig zum See angeordnet werden.
Die restlichen 1,7 Mio. Kubikmeter Boden sollten aufgrund von Wirtschaftlichkeitsrechnungen auf die Nachbarfläche Phoenix-West verbracht werden. Für die Erschließung des im Schnitt 3 Meter tiefen Sees schlagen die Gutachter u. a. vor, Teile der Faßstraße in einen Tunnel zu legen, so dass für Fußgänger eine kreuzungsfreie Verbindung entstehen würde.
Die Aussagen des Abschlussberichtes zur Machbarkeitsstudie bilden die Grundlage für die weiteren Planungen von Politik und Verwaltung der Stadt Dortmund.